..Physik..NanoSciences..Biologie..Chemie..LifeSciences..Informationstechnik..Robotik

Wer sucht, erfindet!

Im phaenovum - Schülerforschungsnetzwerk Dreiländereck engagieren sich Kindergärten, Schulen, Schulträger, Hochschulen, Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen der Wirtschaft, um Kinder und Jugendliche aus der Region für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, zu motivieren und gut auszubilden.

Ein attraktives Bildungsangebot ist die Grundvoraussetzung für qualifizierte Fachkräfte von morgen. Damit unsere trinationale Wirtschaftsregion auch in der Zukunft wächst!

Das Schülerforschungszentrum Dreiländereck in Lörrach soll zur Entwicklung und Durchführung von trinationalen Unterrichtsangeboten in naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen mit außergewöhnlicher Infrastruktur und speziellen Fachräumen für Kinder und Jugendliche ausgebaut werden.

Sowohl vom Zentrum als auch von den Partnerschulen in Frankreich, Deutschland und der Schweiz werden gemeinsam außerhalb des regulären Unterrichts und über den normalen Schulstoff unterschiedliche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Altersgruppen entwickelt und angeboten. Die motiviertesten Jugendliche erhalten die Möglichkeit für ein Stipendium am Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck, das auch die Vorbereitung für spezielle Forschungswettbewerbe einschließt.

Um Jugendlichen frühzeitig erste Berufserfahrungen zu ermöglichen, werden entsprechende Berufsfelder und Karrierechancen im Rahmen von Exkursionen zu Universitäten und Unternehmen, aber auch durch Vorträge von in der Wissenschaft und in Unternehmen tätigen Mitarbeitern und Führungskräften vorgestellt. Ebenso werden mehrwöchige Praktika in die Industrie vermittelt.

Ein durchgängiges Angebot soll speziell im Bereich der Frühförderung im Vor- und Grundschulbereich mit bolognazertifiziertem Studium und trinationaler Netzwerkbildung geschaffen werden, um das Interesse nachhaltig „wachzuhalten“ und weiter zu fördern.

Gemeinsam zum Ziel!

Unser Ziel ist es, den südlichen Oberrheinraum als integrierte Bildungs-, Arbeits- und Wohnregion zu stärken, insbesondere die grenzüberschreitende Vernetzung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 -19 Jahren in Naturwissenschaften und Technik zu fördern.

Mit dem Projekt wird ein aktives trinationales Netzwerk an Schulen aufgebaut: Schülerinnen und Schüler dürfen wissenschaftlichen Fragestellungen in einem optimalen naturwissenschaftlichen und technischen Umfeld selbständig oder in interdisziplinären grenzüberschreitenden Schülerteams nachspüren, sich kreativ entfalten und aktiv forschen.

Auch die Zweisprachigkeit (deutsch/französisch) und die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation wird mit diesem Projekt verbessert.

So werden optimale Voraussetzungen für das Erreichen von berufsbildenden bis hin zu akademischen Abschlüssen in Natur- und Ingenieurwissenschaften geschaffen

 

Teilprojekt 1

Ausbau des Schülerforschungszentrums in Lörrach zur Entwicklung und Durchführung von trinationalen Unterrichtsangeboten

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Das Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck wird zahlreiche Aktivitäten für Kinder und Jugendliche aus der Region anbieten und zwar in Biologie / Chemie / LifeSciences, Physik / NanoSciences, Informationstechnologie / Robotik. Es wird von einem gemeinnützigen und eingetragenen Verein geführt, dem auch alle Ko-Finanzierer und Projektpartner beitreten werden. Wesentlich für den Erfolg des Schülerforschungsnetzwerks wird das bereits vom Verein des Schülerforschungszentrums Lörrach-Dreiländereck aufgebaute aktive Netzwerk zu Universitäten und Forschungseinrichtungen und zu Unternehmen in der Region sein.

So werden am Zentrum auch Workshops und Fachvorträge zu speziellen Themen möglich sein und Patenschaften für Schüler, Exkursionen, Sachspenden und Ferienpraktika vermittelt werden. Dabei wird auf das bereits bestehende Netzwerk mit Unternehmen aus der Region zurückgegriffen.

Unterrichten werden Fachlehrer aus den oben genannten Bereichen, aber auch Experten von Hochschulen und der Wirtschaft. Zusätzlich ist geplant, dass Lehrer der Projektpartner-Schulen sich ebenfalls am Unterricht des Schülerforschungszentrums beteiligen. Die Unterrichtssprache wird entsprechend der Teilnehmer Deutsch und Französisch sein. Da die in der Naturwissenschaft präferierte Sprache Englisch ist, wird zusätzlich auch in Englisch unterrichtet werden. Die Unterrichtsmaterialien sind zweisprachig.

Die Veranstaltungen werden überwiegend in den Räumen des Schülerforschungszentrums Lörrach-Dreiländereck stattfinden. Aufbauend auf den 2008 von der Stadt Lörrach fertig gestellten Räumlichkeiten des Schülerforschungszentrums Dreiländerecks für den Fachbereich Physik/NanoSciences, Nutzfläche rund 125 qm, wird ein Erweiterungsbau mit rund 142 qm Nutzfläche für Labore, Fach- und Tagungsräume für die Fachbereiche Biologie/Chemie/LifeSciences (15 Laborplätze, biologische Sicherheitsstufe 1) und Informationstechnologie / Robotik (20 Laborplätze) errichtet. Die Räumlichkeiten sind gerätetechnisch in besonderem Maße auf den Betrieb zugeschnitten. So zählen zur Ausstattung beispielsweise bereits jetzt ein Windkanal, ein Rasterkraft- und ein Rastertunnelmikroskop. Im Rahmen des Interreg-Projektes sollen weitere Geräte vor allem für die Bereiche Biologie / Chemie / LifeSciences und Informationstechnologie / Robotik angeschafft werden.

Die Laborplätze sollen zu gleichen Teilen Schülern der drei beteiligten Länder zur Verfügung stehen. Mittels der zahlreich beschriebenen trinationalen Aktivitäten für Schüler und Lehrer aus dem Dreiländereck soll die Identität des Zentrums als trinationales Haus gestärkt werden.

Zur Kooperation und Durchführung der Angebote auf trinationaler Ebene arbeitet das Zentrum mit Schulen im Dreiländereck zusammen. Diese bieten ebenso außerhalb des regulären Unterrichts verschiedene naturwissenschaftliche und technische Angebote für Kinder und Jugendliche an, vor Ort an den jeweiligen Schulen. Teilnehmende Schulen können sich dabei beispielsweise auf bestimmte Altersgruppen (z.B. 10-14 Jahre) oder auf bestimmte Fachgebiete (z.B. Mikrobiologie, Robotik), auf komplexe Versuchsreihen (z.B. DNA-Fingerprint) konzentrieren. Hier können Schüler über den Normalunterricht hinausgehende Experimente durchführen. Damit wird mit dem Projekt ein aktives trinationales Netzwerk von Schulen aufgebaut, die sich in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern austauschen, zusammenarbeiten und so voneinander lernen.

Teilprojekt 2

Entwicklung und Durchführung von außerschulischen Unterrichtsangeboten an Schulen im Dreiländereck

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Die im Rahmen des Schülerforschungsnetzwerks kooperierenden Schulen entwickeln außerschulische Unterrichtsangebote und führen diese vor Ort durch. Die Konzepte und Unterrichtsmodelle sind dabei sehr verschieden, so dass durch die Zusammenarbeit im Netzwerk der Erfahrungsaustausch über „Best-Practises“ einen zentralen Punkt darstellt. Bei den am Projekt beteiligten Lehrern hat die trinationale Vernetzung und Kommunikation hohe Priorität. Die Lehrer erarbeiten in Projektsitzungen gemeinsame Unterrichtsziele für die Schüler, die selbstverständlich dem unterschiedlichen Wissensstand in den drei Ländern angepasst werden müssen.

Der Unterricht an den Schulen wird grundsätzlich in der jeweiligen Landessprache durchgeführt, damit die Lehrer Interesse, Wissensstand und Begabung der Schüler ihrer Arbeitsgruppe ermitteln können. Um jedoch die einzelnen Schulen zu vernetzen und den interkulturellen Austausch zu ermöglichen, werden sich teilnehmende Schulen gegenseitig besuchen. An allen Schulen werden Lehrer der Schulen unterrichten, die für diesen Projektaufwand vom Schulunterricht freigestellt werden.

Die motiviertesten Schüler dieser Schulen erhalten die Möglichkeit, ihr Wissen am Schülerforschungszentrum Lörrach-Dreiländereck zu erweitern und erhalten ein Schülerforschungs-Stipendium des Vereins. Die Schulen erkennen also die besonderen Interessen und Begabungen ihrer Schüler, fördern diese und ermöglichen ihnen dann die Forschungsarbeit in bi- oder trinationalen Gruppen am Schülerforschungszentrum Dreiländereck. Die Lehrer der Schulen begleiten dabei "ihre" Schüler an das Zentrum und vernetzen sich dort mit den Lehrern anderer Schulen.

Eingebunden werden sollen auch Schulen, die sich nicht als Co-Finanzierer beteiligen. Alle Schulen werden dabei als Multiplikatoren fungieren, um mittelfristig mehr Schüler aus allen drei Ländern die Teilnahme am Unterricht im Schülerforschungszentrum zu ermöglichen.

Teilprojekt 3

Verbesserung der Frühförderung im Bereich Naturwissenschaft und Technik in der Vor- und Grundschule

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Kinder müssen bereits in der Vor- und Grundschule Impulse für naturwissenschaftliche und technische Themen erhalten, um sich langfristig damit beschäftigen zu wollen.

Wenn im Vor- und Grundschulalter die Freude an naturwissenschaftlich-technischen Fragen und vor allem auch die Kompetenzwahrnehmung und das Selbstbewusstsein in Gebieten wie Technik, Physik oder Chemie gefördert werden, besteht die Chance, dass sich Kinder vermehrt naturwissenschaftlich-technischen Berufen oder Studien zuwenden.

Viele Erzieher und Grundschullehrer sind sich des Interesses der Kinder an Naturwissenschaft und Technik bewusst, trauen sich aber mangels fachdidaktischer Kompetenz zu wenig zu das Interesse aufzunehmen. Zudem fehlt es in den Vorschulen und Grundschulen auch an entsprechenden Unterrichtsmaterialien.
Die Aus- und Weiterbildung von Erziehern und Lehrern für die Altersgruppe 4 bis 11 Jahre ist jedoch noch sehr wenig entwickelt.

In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz, der Justus-von-Liebig-Schule in Waldshut-Tiengen, Vor- und Grundschulen in der Region und der Volkshochschule Lörrach wird daher ein bolognazertifizierter Grund- und Aufbaukurs für „Kinder forschen und experimentieren“ für Erzieher und Grundschullehrer entwickelt, durchgeführt und evaluiert werden.

Es geht darum, konkrete, aber gleichwohl methodisch-didaktisch reflektierte Unterrichtsbeispiele zu erarbeiten, einzusetzen und gemeinsam zu reflektieren. Zwischen den einzelnen Terminen der Berufs begleitenden Ausbildung werden die Teilnehmenden das neu Erlernte also direkt in ihren Vorschulgruppen bzw. Schulklassen umsetzen, um dann ihre Erfahrungen im Plenum auszutauschen und zu reflektieren.